Einzugsermächtigung
Was ist eine Einzugsermächtigung?
Kurzversion
Die Einzugsermächtigung ist eine Zustimmung des Kontoinhabers, einem Gläubiger zu erlauben, wiederkehrende Zahlungen direkt von seinem Bankkonto abzubuchen.
ausführliche Erklärung
Die Einzugsermächtigung, auch als SEPA-Lastschriftmandat bekannt, ist eine Vereinbarung zwischen einem Kontoinhaber und einem Zahlungsempfänger, die es dem Zahlungsempfänger ermöglicht, fällige Beträge direkt vom Bankkonto des Kontoinhabers einzuziehen. Die Einzugsermächtigung ist in der Praxis besonders bei wiederkehrenden Zahlungen von Bedeutung, etwa bei der Begleichung von Mieten, monatlichen Ratenzahlungen für Kredite oder Abonnements für Dienstleistungen. Durch die Erteilung einer Einzugsermächtigung erklärt der Kontoinhaber, dass der Gläubiger berechtigt ist, die fälligen Beträge in einem zuvor vereinbarten Rahmen direkt vom Bankkonto abzubuchen. Der Zahlungsempfänger informiert in der Regel den Kontoinhaber über den zu zahlenden Betrag und das Fälligkeitsdatum, bevor die Lastschrift durchgeführt wird. Im Gegensatz zum Dauerauftrag, bei dem der Kontoinhaber regelmäßig einen festen Betrag an einen bestimmten Zahlungsempfänger überweist, erlaubt die Einzugsermächtigung eine flexiblere Handhabung, da der Betrag variieren kann. Eine Besonderheit der Einzugsermächtigung im Rahmen des SEPA-Verfahrens ist, dass der Kontoinhaber eine Rückbuchung des Betrages innerhalb von acht Wochen nach der Abbuchung vornehmen lassen kann, wenn die Lastschrift fehlerhaft oder unberechtigt war. Außerdem ist der Kontoinhaber nicht verpflichtet, eine Einzugsermächtigung zu erteilen – sie erfolgt auf freiwilliger Basis und kann jederzeit widerrufen werden. Der Widerruf muss dem Zahlungsempfänger rechtzeitig mitgeteilt werden, um zukünftige Abbuchungen zu verhindern.
Beispiel
Ein Käufer hat bei einer Bank ein Darlehen für den Kauf eines Einfamilienhauses aufgenommen. Um die monatliche Rate von 1.500 Euro zu bezahlen, erteilt er der Bank eine Einzugsermächtigung. Jeden Monat wird der Betrag von 1.500 Euro automatisch vom Konto des Käufers abgebucht, ohne dass dieser jedes Mal eine manuelle Überweisung vornehmen muss. Sollte der Käufer feststellen, dass ein Fehler vorliegt oder die Abbuchung unberechtigt war, kann er die Lastschrift innerhalb von acht Wochen zurückbuchen lassen. Wird die Einzugsermächtigung widerrufen, muss der Käufer die Zahlungen künftig selbst überweisen.
Zusammenfassung
Die Einzugsermächtigung erlaubt einem Zahlungsempfänger, wiederkehrende Zahlungen direkt vom Bankkonto des Kontoinhabers abzubuchen. Sie ist flexibel und kann jederzeit widerrufen werden. Im Falle einer fehlerhaften Abbuchung kann der Betrag innerhalb von acht Wochen rückgängig gemacht werden.
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