Öffentliche Erschließungskosten
Was ist die Bedeutung von Öffentliche Erschließungskosten?
Kurzversion
Öffentliche Erschließungskosten sind Aufwendungen, die für den Ausbau und die Herstellung der öffentlichen Infrastruktur wie Straßen, Wasser-, Abwasser- und Stromversorgung anfallen.
ausführliche Erklärung
Öffentliche Erschließungskosten umfassen sämtliche finanzielle Aufwendungen, die notwendig sind, um ein bisher unerschlossenes oder unzureichend erschlossenes Grundstück mit der öffentlichen Infrastruktur zu verbinden. Dazu zählen unter anderem der Bau oder Ausbau von Straßen, Gehwegen, Beleuchtungen sowie die Verlegung von Leitungen für Wasser, Abwasser, Gas, Strom und Telekommunikation. Diese Kosten werden in der Regel von der Gemeinde oder Stadt erhoben, können aber direkt oder indirekt auf den Grundstückseigentümer übertragen werden. Sie sind häufig Bestandteil von Erschließungsverträgen oder werden über Erschließungsbeiträge eingezogen. Für Immobilienfinanzierungen ist es wichtig, die Höhe der öffentlichen Erschließungskosten zu kennen, da sie den Kaufpreis und die Gesamtinvestition erheblich beeinflussen können. Banken berücksichtigen diese Kosten bei der Beleihungswertbestimmung, da sie den Wert und die Nutzungsmöglichkeiten des Grundstücks maßgeblich beeinflussen. Öffentlich-rechtliche Vorschriften regeln oft die Verteilung und Höhe der Erschließungskosten, weshalb die Kostenplanung bei der Grundstücksentwicklung eine wichtige Rolle spielt.
Beispiel
Ein Baugrundstück wird für 950.000 Euro gekauft. Zusätzlich fallen öffentliche Erschließungskosten von 120.000 Euro an, die für den Ausbau der Straßenanbindung und die Verlegung von Leitungen für Wasser und Strom notwendig sind. Für die Immobilienfinanzierung bedeutet dies, dass der Gesamtaufwand 1.070.000 Euro beträgt, den die Bank bei der Kreditzusage und der Beleihung berücksichtigen muss.
Zusammenfassung
Öffentliche Erschließungskosten sind die Kosten für die Herstellung der notwendigen Infrastruktur an einem Grundstück und beeinflussen die Gesamtkosten einer Immobilienfinanzierung erheblich. Sie werden meist vom Grundstückseigentümer getragen und sind bei der Finanzierung und Wertermittlung von großer Bedeutung. Banken prüfen diese Kosten sorgfältig, da sie die Beleihungsgrundlage beeinflussen.
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