Bereitstellungszinsen
Was sind Bereitstellungszinsen?
Kurzversion
Bereitstellungszinsen sind Zinsen, die eine Bank erhebt, wenn ein vereinbarter Kreditbetrag dem Kreditnehmer zwar zugesagt, aber noch nicht ausgezahlt wurde.
ausführliche Erklärung
Bereitstellungszinsen werden in der Regel fällig, wenn ein Kreditvertrag abgeschlossen, der Kreditbetrag jedoch noch nicht vollständig abgerufen wurde. Das bedeutet, dass die Bank das Geld für den Kreditnehmer bereitstellt, es jedoch noch nicht verwendet wird. Die Höhe der Bereitstellungszinsen ist oft vertraglich geregelt und wird als Prozentsatz des nicht abgerufenen Kreditbetrags berechnet. Sie können ab einem bestimmten Zeitraum nach der Kreditvergabe anfallen, meist nach einer Frist von 1–3 Monaten. Bereitstellungszinsen sind ein Entgelt, das die Bank für die Bereitstellung von Kapital verlangt, das noch nicht genutzt wird. Diese Zinsen sollen die Bank für die Opportunitätskosten entschädigen, die durch das Zurückhalten des Geldes entstehen, das an anderer Stelle gewinnbringender verwendet werden könnte. In vielen Fällen lassen sich Bereitstellungszinsen durch eine frühzeitige Inanspruchnahme des Kredits oder durch das Aushandeln von Sonderkonditionen mit der Bank vermeiden.
Beispiel
Angenommen, Sie haben einen Kredit in Höhe von 800.000 Euro für den Bau eines Hauses aufgenommen, aber der gesamte Betrag wurde erst nach 6 Monaten in vollen Zügen genutzt. Ihre Bank erhebt 0,25% Bereitstellungszinsen pro Monat auf den noch nicht abgerufenen Betrag. In den ersten 6 Monaten hätten Sie also monatlich 0,25% von 800.000 Euro (2.000 Euro pro Monat) als Bereitstellungszinsen zahlen müssen, bis der Kredit voll ausgezahlt wurde.
Zusammenfassung
Bereitstellungszinsen sind Zinsen, die eine Bank erhebt, wenn ein Kreditbetrag bereitgestellt, aber noch nicht in Anspruch genommen wurde. Sie werden üblicherweise als Prozentsatz des nicht abgerufenen Kreditbetrags berechnet und dienen der Bank als Entschädigung für die Bereitstellung von Kapital. Die Höhe und die Bedingungen der Bereitstellungszinsen sind vertraglich festgelegt und können durch eine frühzeitige Inanspruchnahme des Kredits oft vermieden werden.
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